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Richard schrieb am 03.10.2011 um 20:11 Uhr
Die Stimmen zu dem Film hatten bei mir sofort Erinnerungen meiner Eltern und Verwndten wachgerufen, die in dieser Zeit gelebt haben. Ein Katholischer Pfarrer, der Kinder betatscht hat, eine Tante und Onkel die in einem Katholischen Weisenhaus misshandelt worden sind und bis zu ihrem Tod nicht damit fertig wurden. Eine Mutter die als "Schwabenkind" verschickt worden ist. Gott sei Dank konnten sie trotz allem Liebevoll erziehen...
Horst Algeier schrieb am 07.07.2011 um 23:07 Uhr
Ich habe etwas vergessen. Gegen das was ich erlebt habe ist der Film eine harmlose Dorfidylle. Was ich erlebt habe reicht für Serien. Es ist das, was viele Menschen so unglücklich und krank macht. Ich habe 60 Jahre gebraucht um das zu begreifen.
Horst Algeier schrieb am 07.07.2011 um 22:46 Uhr
Der Film zeigt ja nicht nur, wie es damals so war. Er ist ein Hinweis, dass es heute noch genau so ist. Das Bewußtsein von damals ist ja nicht tot. Es ist unverändert da, die wenigsten bemerken es allerdings. Und das ist unser Problem. Ich wünsche mir, mit dem Regisseur in Kontakt zu komme. Ich habe eine persönlich erlebte Geschichte zu erzählen, manchmal kommt mir sie selbst fantastisch vor. Aber sie ist wahr. Es hat sich nichts verändert. Es ist immer noch so. Nur versteckter.
Naidoo schrieb am 19.06.2011 um 09:56 Uhr
So universell wirkt die Aussage leider nicht, wie Haneke es wünschte.
Wie wäre es jetzt mit dem Film: "DAS GRÜNE BAND" (grün ist die Farbe des regliös -moralischen Terrors, der in den islamischen Familien gegen Frauen und Kinder verübt wird) Wer erhebt die Stimme für diese Unterdrückten, sei es in Deutschland, EU oder außerhalb? Woher kommen wohl die bestialischen tausendfachen Mißhandlungen gegenüber Nichtmoslems im Ausland? Da könnte man wenigstens auf aktuelles Material zurückgreifen und aktuell aufklären und etwas bewirken!
S.V schrieb am 07.03.2011 um 18:45 Uhr
ich studiere erziehungswissenschaft und werde eine hausarbeit über diesen grandiosen film schreiben, der aus (medien)pädagogischer sicht ein wahres kunstwerk ist.
als pflichtlektüre dazu kann ich nur das buch von alice miller empfehlen: am anfang war erziehung
die "schwarze pädagogik" mit all ihren mitteln wird hier ausführlichst dargestellt (dazu genauer: schwarze pädagogik von katharina rutschky, die dame hat den negativ konnotierten begriff eingeführt)
es kam mir teilweise so vor, als wären passagen eins zu eins aus dem buch in den film übertragen worden; aber auch eine verbindung zum faschismus, die ja von vielen hier negiert wird, kann ich nach diesem buche (indem auch über hitlers kindheit berichtet wurde) nur noch besser nachvollziehen.


