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Es sind 161 Einträge vorhanden

A. Tydecks-Jürging

Der Anschlussfilm, in die heutige Zeit verlegt, könnte von "Tigermüttern" und ihren mobbenden Kindern handeln. Es ist, als ob das ein Menschheitsthema wäre, zeitlos und global.

tobias

vorab muss ich wie die meisten in diesem forum meine begeisterung über dieses werk zum ausdruck bringen, da ich es unglaublich erfrischend finde. innerhalb dieser flut an bunten, lauten und hektisch geschnittenen filmen der heutigen zeit, die oft erheblichen aufwand betreiben, unglaubliche visuelle effekte beinhalten oder z.t. widerliche brutalitäten darstellen, ohne dabei so zu berühren, zu beindrucken und zum nachdenken anzuregen, wie es dieser film geschafft hat. wunderbar! ich hatte das gefühl, die alten fotos aus dem familienalbum seien zum leben erwacht und den machern ist es zudem gelungen, ihre filmischen stilmittel (z.t. minutenlange feste kameraeinstellungen ohne wilde fahrten, schwindelerregender pov's oder schockierender heransprünge) der damaligen zeit anzupassen. es war wirklich wie eine zeitreise. und der zuschauer hat zeit, jedes bild, jede neue situation und szenerie in aller ruhe zu erfassen und quasi zu atmen. das gleiche passiert auf der tonebene: der praktisch fehlende soundtrack hilft uns, unsere gedanken zu hören, uns konzentrieren zu können, fast wie im museum, kein gedudel, keine stimmungsbeeinflussung, keine ablenkung beim betrachten des bildes...
über die inhaltliche analyse könnte man eine klausur, eine doktorarbeit oder sogar ein buch schreiben, deshalb fang ich besser gar nicht groß damit an. nur eines: ich empfinde die fehlende menschliche wärme der meisten charaktere im film als stilmittel für die kritik an der damaligen pädagogik, nicht als pauschale behauptung, alle deutschen landbewohner dieser zeit wären bösartig gewesen. manche meiner vorschreiber hier fühlten sich ja angegriffen oder verunglimpft... und andere wollen den faden bis zum faschismus und in die hitlerzeit spannen und wollen den erhobenen zeigefinger gesehen haben.... als müsse es in jedem deutschen film um das 3.reich gehen... zur erinnerung: der krieg am ende des filmes ist der 1. weltkrieg! es geht um menschen, falsche pädagogik und um krieg. punkt. das kann man auch einfach mal so stehen lassen ohne daraus eine tiefschürfende deutsche selbstkritik zu stricken!

Stefan D.

Was ja auch interessant ist:
der Dorfarzt "befingerte" seine eigene Tochter, seine Hebamme wusste und aktzeptierte es, anstatt zur Polizei zu gehen.
Immer, wenn damals etwas schlimmes gemacht wurde (Misshandlungen,...) wussten es Leute (einer, einige) aber es wurde 'totgeschwiegen'. Als ich klein war (ich bin Jahrgang 70) wurde meine Nachbarsfreundin, die auch auf meiner Schule war, immer von ihrer Mutter geschlagen, wir alle haben es immer gehört; ich wollte helfen, aber meine Eltern wollten nicht, das "ich mich einmische"..."Es gäbe bestimmt Gründe, sie ist eventuell selbst daran Schuld".
Auch das Ende ist interessant>
der Arzt verschwindet (offensichtl. auch mit seinem behinderten Sohn), und alle im Dorf "Er war bestimmt für alles verantwortlich">>>sie haben ihren Sündenbock, fertig. Nicht nur das, es gab nun Krieg, jetzt haben sie ja "ein anderes Gesprächsthema" was wichtig(er) ist.
Ein sehr wichtiger und glaubhafter Film, dessen Handlung überall auf der Welt passieren könnte...immer noch.

Katarzyna

nachdem ich mir heute Abend - allein zu Haus- diesen eigen-und einzigartigen Film, mit stets wechselnden Gefühlen angeschaut habe, fühlte ich mich nach seiner Schlussszene verwirrt, berührt, beunruhigt, und bewegt, ….und ratlos schaltete ich den PC ein.
Bin sehr froh, zu dieser Film-Seite gefunden zu haben. Bei der Lektüre (aller 31 Seiten ;-)) der hiesigen Beiträge, die Betroffenheit und Nachdenklichkeit der Verfasser spiegeln, fand ich Ansätze einiger meiner eigenen Assoziationen - und es wirkte dann wie eine reelle Auseinandersetzung mit der inneren emotionalen Unruhe, die der bei mir Film auslöste.

Den Betreibern dieser Seite sage ich einen herzlichen Dank für das offene Forum, für diesen virtuellen Ort, den jeder, der will, besuchen kann – und selbst entscheiden kann, wie dieses zu nutzen sei.

Es wäre vielleicht möglich, die tollen Beiträge die hier spontan und / oder wohl überlegt veröffentlicht wurden, in Form eines Buches herauszubringen? Ich könnte mir vorstellen, dass so eine Broschüre auch Interesse findet. Es gibt noch nicht Vernetzte, die durchaus diskussionsfähig und -offen sind (die Generation meiner Eltern, z.B., heute so um die 80 Jahre alt)?

Und es stellte sich mir eine große Frage, unabhängig der möglichen Wegbereitung für die aktive Täterschaft im 2 WK durch den Einsatz von „schwarze Pädagogik“, Liebesentzug, Missachtung der Kindes- und Familienbedürfnissen, etc. etc. - ist es wirklich nur ein (vorwiegend) protestantisches Phänomen? Das würde sich mit den Darstellungen von Bergmann, Lars von Trier, Alice Miller, usw. gut ergänzen – aber sind die katholisch geführten Familien so viel besser dran gewesen? Meine Großeltern (geb. um 1900) lachten noch auf den Fotos, auch mit ihren Kindern, aber die Generation davor – diese sepiabraunen Fotografien zeigten mir in der Regel nur sehr ernsten, steifen Gesichter....Und Prügelstrafen gab es legitimerweise (in den 60gern)...

Der Film wirft unzählige Fragen auf und liefert keine einfachen Antworten.
Vielen Dank, Herr Haneke, vielen Dank allen Mitwirkenden!

S.

Auf Zeiten hinaus nachwirkend. Nicht, dass ich diesen Film nicht verstehe, aber ebendieses 'aber' steht für sich selbst als Unbekannte, die zum Ursprung menschlicher Antianthroposophien uns hinführen würde, wäre ich nicht außerstande auch ebendieses 'würde' nicht zu gebrauchen.

S.

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10 Deutsche Filmpreise - Oscar Nominierungen 2010
DAS WEISSE BAND - Das Buch zum Film

  1. "The White Ribbon is undeniably impressive." Guardian.co.uk
  2. "It's a rich detailed work pregnant with the sinister undertones and evil deeds for which the film-maker's work is legendary" Screendaily.com
  3. "Immaculately crafted in beautiful black-and-white and entirely absorbing" Variety.com
  4. "It's a superb cinematic work and an appropriately serious one" TheHollywoodReporter.com
  5. "Das weiße Band ist ein präziser und kluger Film, dessen hypnotisch ruhige Schwarz-Weiß-Bilder lange nachwirken." dpa
  6. "Denn dies ist ein wichtiger Film - ein sehr ernsthafter Versuch, etwas über das deutsche Wesen zu erzählen und das in einer angemessenen klaren Form." Berliner Zeitung
  7. "Ein Requiem, das lange nachwirkt." Stuttgarter Zeitung

Mit CHRISTIAN FRIEDEL LEONIE BENESCH ULRICH TUKUR URSINA LARDI FION MUTERT MICHAEL KRANZ BURGHART KLAUSSNER STEFFI KÜHNERT MARIA-VICTORIA DRAGUS LEONARD PROXAUF LEVIN HENNING JOHANNA BUSSE YUMA AMECKE THIBAULT SERIE JOSEF BIERBICHLER GABRIELA MARIA SCHMEIDE JANINA FAUTZ ENNO TREBS THEO TREBS RAINER BOCK SUSANNE LOTHAR ROXANE DURAN MILJAN CHATELAIN EDDY GRAHL BRANKO SAMAROVSKI BIRGIT MINICHMAYR SEBASTIAN HÜLK KAI MALINA KRISTINA KNEPPEK STEPHANIE AMARELL BIANCA MEY AARON DENKEL MIKA AHRENS DETLEV BUCK ANNE-KATHRIN GUMMICH Produzenten STEFAN ARNDT X Filme Creative Pool-Berlin VEIT HEIDUSCHKA Wega Film-Wien MARGARET MENEGOZ Les Films du Losange-Paris ANDREA OCCHIPINTI Lucky Red-Rom Idee, Buch & Regie MICHAEL HANEKE Dramaturgische Beratung JEAN-CLAUDE CARRIERE Kamera CHRISTIAN BERGERaac Ton GUILLAUME SCIAMA JEAN-PIERRE LAFORCE Schnitt MONIKA WILLI Ausstattung CHRISTOPH KANTER Kostüm MOIDELE BICKEL Maske WALDEMAR POKROMSKI ANETTE KEISER Produktionsleitung MIKI EMMRICH Herstellungsleitung ULLI NEUMANN Ausführender Produzent MICHAEL KATZ in Zusammenarbeit mit ARD DEGETO BAYERISCHER RUNDFUNK ORF Film/Fernseh-Abkommen FRANCE 3 CINEMA/FRANCE 3 CANAL+ TPS STAR TF1 VIDEO mit Unterstützung von MEDIENBOARD BERLIN-BRANDENBURG MITTELDEUTSCHE MEDIENFÖRDERUNG FILMFÖRDERUNGSANSTALT MINITRAITE DEUTSCHER FILMFÖRDERFONDS ÖSTERREICHISCHES FILMINSTITUT FILMFONDS WIEN MINISTERE DE LA CULTURE ET DE LA COMMUNICATION CENTRE NATIONAL DE LA CINEMATOGRAPHIE MEDIA EURIMAGES



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