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Chrisser F schrieb am 18.03.2010 um 00:06 Uhr
Bravo.... bin beeindruckt von der Filmkunst der Schauspieler, die Kameraeinstellungen und auch die Akustik. Bei den Einstellungen in den Gebäuden konnte man jede Diele knarzen höhren, jeden Atemzug. Das hat mir, trotz der heutigen Eindrücke von virtuell Reality wirklich das Gefühl gegeben diesen Film nicht nur anzuschauen, sondern mitten drin zu stehen.
Vom Inhaltlichen stell sich mir die Frage ob dieser Film nur provozieren soll oder ob die Macher hier tatsächlich eine direckte Botschaft hinein legen wollten. Wie ich es jetzt schon oft hier gelesen habe, ist mein direktes Gefühl nach dem Film Aufgewühltheit aufgrund der schrecklichen Szenen, die mich aber gleichzeitig in den Bann gezogen haben und ein wenig Verärgerung, weil die Künster am Ende dieses wirklich packenden Filmstücks nicht noch ein wenig Licht ins Dunkle über Ihre Absichten gelassen haben. Ich gratuliere aber auf alle Fälle dazu, dass Ihr es geschaft habt mich die nächsten Tage noch ein wenig geistig damit auseinander zusetzten. Die Verbindung zur Kriegsentstehung sehe ich eher zweitrangig. Ich denke, dass dem Zuschauer hier nur nochmal vor Augen geführt werden sollte in welcher Zeit die Geschichte spielt. Ich denke viel mehr sollte man sich beeindruckt zeigen von den eiskalten Umgangsformen, Erziehungsmetoden und den teilweise versteinerten Minen. Mir gibt das alles in allem ein gutes Gefühl, dass wir in der heutigen Zeit so etwas nicht mehr erleben müssen und schlafe ein mit einem Lächeln. ;-)
Julie schrieb am 13.03.2010 um 22:55 Uhr
Ein erhellender Film im großen Widerspruch zur Düsternis und Beklemmtheit. Ich glaube verstanden zu haben, warum Menschen zu so viel Boshaftigkeit und Gewalttaten, mit verheerenden Folgen für den Krieg, in der Lage waren.
Christian Meyer schrieb am 13.03.2010 um 12:03 Uhr
Sehr bedrückende Stimmung, ganz tolle Kameraeinstellungen. Wieviel mehr sieht man wenn man einen Film in schwarz-weiss betrachtet. Die Darsteller, vor allem die Kinder sind brilliant!
Viele Fragen bleiben beim Zuschauer offen, bei mir jedenfalls. Aber das macht den Film so nachhaltig anders, als Filme, die man am nächsten Tag schon fast vergessen hat...
Gottfried Fuchs schrieb am 08.03.2010 um 10:39 Uhr
Wär` zwar schön gewesen,-...doch nach dem Genuss des Interview`s Herrn Haneke`s in der "Süddeutschen" vom Wochenende glaub` ich zu spüren, dass der "Oscar" für ihn nicht das Maß der Dinge ist.
Beeindruckend, wenn er sagt, dass er nicht Filme "für eine Zielgruppe" macht, sondern solche, die er "selbst gern sehen möchte".
d`accord, Herr Haneke-!
Noch viele "Chancen der Gnade" wünscht Ihnen von Herzen -und nicht ganz uneigennützig... ;-) -
Gottfried Fuchs
Gottfried Fuchs schrieb am 06.03.2010 um 20:07 Uhr
Wahrlich beklemmend und erschütternd große Kunst:
Mit minimalen Mitteln, faszinierend einfacher, ja, karger Inszenierung auf den Punkt kommen, den Zuschauer emotional richtiggehend in die Geschichte hinein\"zwingen\",-
zeigen, wie und wodurch der Nährboden der folgenden, verhängnisvollen Jahre und Jahrzehnte bereitet wurde...
Da braucht es nicht viele Worte, keine Musik:
\"Weniger ist mehr\",- und hier sehr, sehr gut und sehr viel...
\"Zukunft braucht Herkunft\":
Wir müssen unsere Geschichte kennen, verstehen und begreifen, um sie überwinden,-
um uns entwickeln zu können.-
Großes Kompliment, großes Dankeschön an Herrn Haneke, die Darsteller, an alle, die mitgewirkt haben, diesen Not-wendigen, aufrüttelnden, aufklärenden Film zu schaffen.





