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Kristin schrieb am 02.03.2010 um 10:53 Uhr
Ein wahnsinnig guter Film. Eine neue Mischung aus einer Kriminalgeschichte und sogar einem kleinen bisschen Horror und natürlich Historiendrama. Die Kinder sind überfordert damit, dass ihr eingeprügelter Idealismus nicht mit der Realität übereinstimmen kann und reagieren brutal-denken jedoch sie handeln gut-so wie ihr Vater. Er rechtfertigt seine Prügelstrafen damit,den Kindern nur Gutes zu wollen.Die Darsteller, insbesondere die Kinder, sind unfassbar brilliant. Einziger Minikritikpunkt: die winzigen Buchstaben der Credits. Ich habe die nicht lesen können. Brauche einen größeren Fernseher. :-)
Román schrieb am 24.02.2010 um 20:15 Uhr
No me cansaré nunca de ver films de Hanecke. Es como un cirujano diseccionando la historia con una mano firme. Y el personaje de Eva es, en manos de esa actriz, una joya para enmarcar
franklin schrieb am 19.02.2010 um 18:17 Uhr
Der Film ist sehr beeindruckend, beunruhigend, seltsam außergewöhnlich, er hat mir gefallen, in seiner sonderbarkeit, aber ich muss sagen intellektuell war ich ein bisschen überfordert, die Geschehnisse waren so unerklärt, Wer hat es getan und was hat die Geschichte mit dem ersten Weltkrieg zu tun?????
... gesehen in Bielefeld schrieb am 07.02.2010 um 18:58 Uhr
Ein unglaublich packender Film!! Nun kann ich vieles, was meine Großmutter (*1901) und mein Vater (*1933) "von früher" berichtet haben, viel besser nachvollziehen und verstehen - ganz einfach weil ich es mir vorstellen kann, dass es wirklich passiert ist. Und diese Geschichte - so unerhört und empörend sie auch sein mag - diese Geschichte ist auch Teil unserer und meiner persönlichen Geschichte. Weh dem, der die Augen davor verschließ.
Heinz schrieb am 07.02.2010 um 12:29 Uhr
Enttäuscht. Das kann ich sagen, nachdem ich den Film gestern gesehen habe. Erwartet man ein brandenburgisches oder preußisches Dorf um 1913/14 muss man enttäuscht werden.
Dies nicht hinsichtlich der Geschichte, sondern im Umfeld der Handlung. Dorf und Landschaft stellen sich zum Zeitpunkt 2009 dar, die Erzählung 100 Jahre früher. Das kann nur schwer passen. Es nimmt dem Film die Authentizität. Wohl auch nur für den, der genau hinschaut. Wird man durch die erste Unstimmigkeit irritiert, ist man wach und bemerkt weitere Disharmonien. Ein Getreidefeld, so rein wie aus dem Katalog der Chemischen Industrie, eine Landstraße mit verkrüppelten Bäumen anno 2009, ein herrschaftliches Wohnzimmer wo nicht nur die Farbe abblättert, ein baulich desolates Gutshaus wie nach 40 Jahren DDR, etc.. Entspechen diese Details leider den verklärt romantischen Vorstellungen des heutigen Zeitgeists der Medienbranche, ist der Mix der Dialekte ein Verbrechen an der Authentizität der Geschichte. Bayern, Pfälzer, Mitteldeutsche, Fischköppe, Polen, Italiener, aber kein einziger der die Sprache und den Dialekt eines norddeutschen Dorfes spricht.
Bewunderung, und mit großem Dank verbunden, empfinde ich für die Darstellung des Protestantismus in seiner zerstörerischen Art.
Nachdenklich macht der Film zu eigenem Erlebtem und in puncto Blick in die Gegenwart.


