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Stefan Rudewig schrieb am 02.02.2010 um 22:31 Uhr
Leider ist "Das weiße Band" der am meisten überschätzte Film des Jahres.
"Die Geschichte handelt von Toten, die sich nicht wehren können, um so mehr haben sie Anspruch auf Gerechtigkeit..."
(Theodor Fontane)
Aber das hat der Regisseur in seinem aufklärerischen Furor leider vergessen.
Katrin - X Verleih schrieb am 02.02.2010 um 15:04 Uhr
YEAH, wir sind für den Oscar® nominiert!! DAS WEISSE BAND wurde soeben für den Oscar® 2010 in zwei Kategorien nominiert: als "Bester nicht-englischsprachiger Film" und Christian Berger für "Beste Kamera". Zum ersten Mal erhält ein deutscher Film neben der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" eine weitere Oscar®-Nominierung. Jetzt sind wir im Dauerfieber bis zum 7. März..
Lücken schrieb am 31.01.2010 um 09:11 Uhr
In welchem Kino in Köln läuft
Das weisse Band?
Antwort:
DAS WEISSE BAND läuft in Köln bis einschliesslich Mittwoch (3.2.) in folgenden Kinos: Cinenova, Kino Weißhaus, Odeon-Lichtspieltheater Beste Grüße & Ein tolles Kinoerlebnis! Katrin
Anastasija M.I. schrieb am 31.01.2010 um 01:17 Uhr
„Das weisse Band“, ein Film, der mit wenig (technischen) Effekten eine große Aussagekraft hat. Der Film ist pädagogisch wertvoll und zeigt, welche große Rolle die Erziehung in der Gesellschaft und demzufolge in unserer Welt spielt. Der Film behandelt eine schwierige Frage und sieht dabei vor die Zuschauer mit einzubinden. Die nüchterne Schwarzweiß- Darstellung und die fehlende Filmmusik zieht die Konzentration auf die Handlung. Die Reduzierung der Wahrnehmungssinne steigert das Vorstellungs- und Denkvermögen. Es bleibt in der Phantasie der Zuschauer in wie fern sich die Handlungen entwickelt haben. Mittels dieser „Eigenkonfrontation“- die Vorstellung liegt doch den eigenen Erfahrungen am nächsten, ist der Regisseur in der Lage das Publikum emotional zu bewegen. Der Zuschauer wird gezwungen sich mit der Problematik der autoritären Erziehung und ihrer Auswirkung auf die Zukunft auseinanderzusetzten. Diejenigen, die nicht nachvollziehen können, dass diese schreckliche Art der Erziehung die Bereitschaft der Kinder und der Erwachsenen zu Gehorsam und Gewalt grundlegt, haben meiner Ansicht nach den Film nicht verstanden. Im Großen und Ganzen ein gelungenes Werk, deren Regisseur die Auszeichnung „Goldene Palme“ verdient hat.
Archibald Watson schrieb am 25.01.2010 um 16:36 Uhr
Ein Film, den man sich besser nicht vor dem Abend zu Gemüte führt. Die innere Unruhe, die von all den offen gelassenen Fragen heraufbeschworen wird, hat zumindest in meinem Fall eine Nacht der Verarbeitung in Anspruch genommen. Die Wirkung, um nicht zu sagen der Impakt, des Filmes ist enorm und liegen tut das keinesfalls nur an dem herausragenden Schauspiel sondern auch an der gelungenen Inszenierung sowie der atmosphärischen Musik. Trotzdem leiten die reich gesäten Nebenhandlungen, besser Seitenblicke, bei jemandem wie mir selbst, der gerne nach Interpretationsfundamenten Ausschau hält, doch allzu sehr auf Irrwege, und die Tatsache, dass die eigentliche Fragestellung noch nicht einmal richtig berührt wird lässt den aufmerksamen Zuschauer ohne irgendeinen Anhaltspunkt zurück.
Die daraus resultierende Nervosität macht sich allerdings erst gegen Ende des Filmes bemerkbar, davor habe ich ihn als äusserst angenehm - die furchtbaren Gewaltszenen aussen vor gelassen - empfunden. Die Fragen beschäftigen mich noch immer, doch gerade die Ungesühntheit dieser Straftaten wie auch die Sühne für die minderen, hebt die Qualität des Filmes weiter auf. Ich würde aber Lügen, wenn ich behaupte, in den ersten Sekunden nach Filmende keinen Anflug von Enttäuschung verspürt zu haben.


